SITSKI-CONSTRUCTION

Seit 2012 beschäftigt sich das Team mit der Entwicklung und der Herstellung von Sitzschlitten für gehbehinderte Athleten. Da der Grad der Behinderung bei jedem Athleten unterschiedlich ist, stellen die Schlitten in der Regel Unikate dar. Es ist allerdings gelungen, das Design so auszulegen, dass eine gewisse Standardisierung möglich wurde. Der Schlitten besteht aus einem Unterteil aus Metall und einem an die Behinderung des Sportlers angepassten Sitz. Das Besondere am Unterteil ist die Verwendung von hochfesten, dünnwandigen Stahlrohren, die leichter als Aluminium sind. Diese Neuerung wurde mit dem 4. Platz des Wettbewerbs Stahlinnovationspreis 2015 ausgezeichnet.
Eine weitere Neuheit ist die Verwendung von atmungsaktivem Material für die Sitzpolsterung. Im orthopädiemechanischen Bereich werden sehr oft geschäumte Polymere eingesetzt. Diese Schäume sind leicht, gut zu bearbeiten aber nicht atmungsaktiv. Das Team Snowstorm setzt seit 2016 gepresste Fasersitze ein. Als Fasern kommen wahlweise Kunstfasern zum Einsatz, es sind aber auch Naturfasern möglich. Die Fasern werden unter Druck in eine Form geblasen. Je nachdem wie hoch der Druck ist, desto steifer wird der Sitz. Durch die Verwendung von Kunststofffasern ist es möglich, nach dem Pressen durch Wärmeeinwirkung die Form des Sitzes lokal zu ändern, um z.B. Druckstellen zu vermeiden. Dieser Prozess ist umkehrbar! Das bedeutet, dass nach erneuter Wärmebehandlung der Urzustand wieder hergestellt werden kann.