ÜBER MICH

Matthias Scherge beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit den Grundlagen des Gleitens auf Eis und Schnee. Er leitet das MikroTribologie Centrum, eine gemeinsame Einrichtung der Fraunhofer Gesellschaft und des Karlsruher Instituts für Technologie wo er als Professor das Fach Tribologie lehrt. Die Tribologie ist die Wissenschaft von Reibung, Verschleiß und Schmierung und beschäftigt sich z.B. mit dem Einfahren von Motoren, der Entwicklung von neuartigen Schmierstoffen, dem Reibungsverhalten von Polymeren und Keramiken sowie der atomistischen Simulation von Verschleißvorgängen. Ein weiteres, wenn auch mit den Maschinenbauthemen verglichen kleineres, Forschungsgebiet ist die Tribologie von Kufen und Ski. Hierzu entstanden unter seiner Leitung mehr als 10 Bachelor- und Masterarbeiten, 1 Dissertation sowie mehrere Beiträge in nationalen und internationalen Fachzeitschriften. Seit 2012 berät Matthias Scherge das Nordic Paraski Team Deutschland. Das erste Projekt nannte sich "Snowstorm" und widmete sich der umfassenden Vorbereitung der Paralympics 2014. Aus diesen Aktivitäten ist das Team Snowstorm entstanden, ein leistungsfähiges Netzwerk aus Hochschulpartnern und Unternehmen, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, Athleten sowie ambitionierte Wintersportlern zu unterstützen. Darüber hinaus arbeitet das Team Snowstorm daran, Menschen mit körperlichen Behinderungen den Weg in den Wintersport zu eröffnen. Zu den spannendsten Themen der letzten 10 Jahre gehörte fraglos die Vorbereitung der Paralympics 2014. Für diese Wettkämpfe wurde für den Biathleten Martin Fleig ein neuartiger Sitzschlitten entwickelt. Dieser Schlitten wurde in Leichtbauweise aus Stahl gefertigt und gewann 2015 von 625 eingereichten Arbeiten den 4. Platz beim Wettbewerb um den Stahl Innovationspreis. Martin Fleig belegte mit diesem Schlitten 2014 vordere Plätze und erhielt 2015 die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften. Ein weiteres sehr interessantes Projekt war unsere Einbindung in die Auslegung der Bobbahn der Olympischen Spiele 2014. Hierzu wurde mit einem Spezialmessgerät die Reibung zwischen Kufe und Eis bis zu Geschwindigkeiten von über 100 km/h gemessen und dem Ingenieurbüro Gurgel, einem der weltweit führenden Bahnbauer, für die Simulation der Bahn und den nachfolgenden Bau zur Verfügung gestellt.